AARON FRAZER Photo ATC Live

AARON FRAZER

Datum: Samstag, 29. Januar 2022
Ort: Heimathafen Neukölln · Berlin ( Karl-Marx-Straße 141 · 12043 Berlin)
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

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Eingeschworenen Soul-Fans dürfte Aaron Frazer bereits ein Begriff sein, für alle anderen wird er schon bald einer werden: Mit „Introducing…“ hat der Schlagzeuger und Co-Leadsänger der mitreißenden Soul-Band Durand Jones & the Indications im Januar 2021 sein Solo-Debüt vorgelegt, mit dem er nun die Welt bereist. Und im Zuge dessen Anfang 2022 auch für zwei Konzerte in Deutschland Station macht: Am 28. Januar gastiert er in Köln, am 29. Januar in Berlin.
Bislang war der in Baltimore geborene und im New Yorker Stadtteil Brooklyn lebende Sänger und Multiinstrumentalist Aaron Frazer eher ein Mann für den Hintergrund – ob als Drummer in der Gospel-Soulband The Flying Stars of Brooklyn oder, seit 2018, als Schlagzeuger und zweiter Haupt-Vokalist bei den Indications, der Begleitband des großartigen Soul-Crooners Durand Jones. Wer eine dieser beiden Bands je live sah, dem dürfte allerdings die glasklare Falsett-Stimme des talentierten Allrounders bereits in Erinnerung geblieben sein.
So geschah es auch mit Dan Auerbach, Sänger und Gitarrist der Blues-Erneuerer The Black Keys. Er hörte Frazers Stimme – und musste ihn nicht lange davon überzeugen, zusammen mit ihm ein Soloalbum aufzunehmen. Für die zunächst arrangierten Songwriting-Sessions lud er unter anderem den mittlerweile 80-jährigen L. Russell Brown ein, Komponist von zahlreichen Soul-Nummer-Eins-Hits für Künstler wie The Four Seasons, Tony Orlando und die Partridge Family. Anschließend stellte er eine Band zusammen – auch unter diesen Musikern: Legenden wie etwa einige Mitglieder der Memphis Boys, die u.a. bereits auf Dusty Springfields „Son of a Preacherman“ oder Elvis Presley „In the Ghetto“ zu hören waren – und nahm in seinem Studio in Nashville innerhalb von nur einer Woche Aaron Frazers erstes Album „Introducing…“ auf.
Darauf zu hören bekommt man nun maximal groovenden, wunderbar entschlackten Soul alter Schule. Inspiriert von Künstlern wie Curtis Mayfield und Gil-Scott Heron, changieren die Songs zwischen gefühlvollen Liebeserklärungen und politisch grundierten, aufrüttelnden Statements. Eine Dualität, in der Aaron Frazer keinen Gegensatz erkennt, im Gegenteil: „Auch diese Künstler haben auf ihren Platten das Persönliche und das Soziale stets auf gelungene Weise miteinander verbunden. Denn letztlich ist all das eine Form, seine eigene Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen.“
Um diese starke Persönlichkeit, die auch in dem Musiker Aaron Frazer steckt, ging es letztlich auch Dan Auerbach: Er möchte „Introducing…“ nicht als ein reines Retro-Soul-Album verstanden wissen, sondern als eine Platte, die ihre Helden zitiert und dies auf möglichst homogene und analoge Weise in die Jetztzeit transportiert. Getragen von Frazers berückendem Falsett, der an große Stimmen wie Barry Gibb, Frankie Valli oder eben Curtis Mayfield erinnert, finden sich auf dieser Platte zwölf Songs, die kommen, um sich in den Herzen ihrer Hörer festzusetzen. Etwas, das umso dringlicher passieren wird, wenn man Aaron Frazer und seine Band Ende Januar 2022 in Köln und Berlin live erleben wird.