Boston Manor

Boston Manor

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Datum: Sonntag, 27. Oktober 2019
Ort: Musik & Frieden · Berlin ( Falckensteinstrasse 48 · 10997 Berlin)
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

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Von dem Moment an, in dem das Quintett Boston Manor mit „Here/Now“ 2013 seine erste EP veröffentlicht hat, war man in Großbritannien sicher, dass diese Band dem emotionalen Punkrock aufregende Facetten hinzufügen wird. Dies bestätigte sich 2016 mit der Veröffentlichung ihres ersten Longplayers „Be Nothing.“ und schwingt seit dem Release ihres zweiten Albums „Welcome to the Neighbourhood“ im vergangenen September zu neuen Höhenflügen auf. Mit diesem Album gehen die fünf Jungs aus Blackpool im Herbst auf große Europa-Tournee. Diese bringt Boston Manor zwischen dem 24. Oktober und dem 1. November auch für fünf Konzerte in Köln, Hamburg, Berlin, München und Wiesbaden nach Deutschland.

Dass die bildhübsche Küstenstadt Blackpool mit lokalen Problemen aus Drogenkonsum, Misswirtschaft und einer Arbeitslosigkeit von über 40 Prozent in den Wintermonaten zu kämpfen hat, ist auf den ersten Blick nicht zu erahnen. Gerade für junge Menschen ist es schwer in Blackpool eine Karriere oder so etwas wie einen Lebenssinn zu finden. Und so entschieden fünf junge Freunde – Sänger Henry Cox, die Gitarristen Mike Cunniff und Ash Wilson, Bassist Dan Cunniff und Schlagzeuger Jordan Pugh – im Jahr 2013, ihr Glück als Profimusiker zu versuchen. Boston Manor bewegt sich leichtfüßig zwischen Pop-Punk, Emo-Pop und härteren Punkrock-Momenten. Nach ihren ersten drei EPs erschien 2016 ihr Debütalbum „Be Nothing.“, das in Großbritannien auf viel Interesse und zahlreiche hervorragende Kritiken stieß. Erste landesweite Tourneen sowie ein Abstecher in die USA belegten in der Folge zudem, was für eine ausgezeichnete Live-Band Boston Manor ist.

Mit ihrem zweiten Album „Welcome to the Neighbourhood“ öffneten sie sich stilistisch: Hin zu neuen Sounds und Inspirationsquellen wie Nine Inch Nails, Failure, Tool und Deftones. Insbesondere der Einsatz von Keyboards und dunklen Klangflächen ist ein neues Element in der Musik von Boston Manor.

Doch was „Welcome to the Neighbourhood“ letztlich wirklich besonders macht, sind die Inhalte. Zwar kein klassisches Konzeptalbum, aber dennoch behandeln die Songs eine fiktionale, sehr düstere Version ihrer Heimatstadt Blackpool. Gewissermaßen als Abschreckung, wohin eine politische und gesellschaftliche Tatenlosigkeit eine junge Generation führen wird, wenn nicht gegen wirtschaftlichen und kulturellen Verfall gehandelt wird. Das Album sei jedoch, betont die Band, nicht als Anklage zu verstehen, sondern als ein Weckruf – Etwas, das man auch auf ihren einnehmenden Konzerten erleben kann, von denen Boston Manor zwischen dem 24. Oktober und dem 1. November auch fünf in Deutschland spielen wird.