Dark Rooms

Dark Rooms

Datum: Sonntag, 21. Oktober 2018
Ort: Badehaus, Berlin ( Revaler Strasse 99 · 10245 Berlin)
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

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Mystische Entführung mit Dark Rooms
Außergewöhnliches Kammerpop-Ensemble um Star-Violinist Daniel Hart
Tournee zum zweiten Album „Distraction Sickness“
Im Oktober live in Köln, Hamburg & Berlin

Der studierte Violinist und Komponist Daniel Hart ist ein besonderer musikalischer Grenzgänger zwischen Klassik, Kammerpop und elektronisch verziertem Indie. In seiner Heimat USA hat er sich einen Namen gemacht als Komponist virtuoser Filmmusiken, sowie als Mitglied zahlreicher Formationen, darunter The Polyphonic Spree, St., Vincent, Other Lives und Broken Social Scene. Doch sein gegenwärtiges Hauptinteresse gilt seiner eigenen Formation Dark Rooms, einem Quartett, das laut eigener Definition im Spannungsbogen „zwischen den Isley Brothers, David Byrne und Sigur Rós“ agiert. Im Ergebnis steht, wie auch das 2017 erschienene, zweite Dark Rooms-Album „Distraction Sickness“ belegt, erstaunlich bezugsoffene Musik zwischen Klassik, Pop und Elektronik, die für sich genommen funktioniert wie ein vitaler Film im eigenen Kopfkino. Ihre Konzerte sind besondere Abende mystischer Entrückung, die man nun auch zwischen dem 18. und 21. Oktober im Rahmen dreier Deutschland-Shows in Köln, Hamburg und Berlin live erleben kann.

Wer gesegnet ist mit zwei Eltern, die ihr Leben der Kirchenmusik verschrieben haben, der landet vermutlich fast automatisch in einem besonderen musikalischen Spannungsfeld. So geschehen mit dem 1976 in Kansas geborenen Daniel Frederick Hart, der bereits im Alter von drei Jahren begann, die Violine zu erlernen. Nach einem Studium des Instruments sowie der Kompositionskunst zog er nach North Carolina und gründete dort mit einigen Freunden sein eigenes Plattenlabel, um fortan Musik machen zu können, die sich jeder klassischen Kategorisierung entzieht. Schon in seiner ersten Formation The Physics of Meaning, die zwischen 2005 und 2008 zwei aufregende Alben veröffentlichte, bewies Harts besonderes Talent, klassische Versatzstücke in Kammerpop und Indie zu übertragen.

Im Anschluss an diese erste Banderfahrung sammelte Hart als Teilzeit-Mitglied vieler, höchst unterschiedlicher Bands weitere Meriten als ein Violinist, dessen Spiel keine Grenzen kennt. Parallel entdeckten diverse Regisseure sein Talent, voluminöse Klangkaskaden zu Bewegtbildern zu entwerfen; er machte sich fortan einen Namen als talentierter Filmkomponist und schrieb unter anderem die Filmmusik zu „The Sideways Light“, „Tumbledown“, „A Ghost Story“ sowie zu den letzten drei Spielfilmen des Ausnahme-Regisseurs David Lowery.

All diese Erfahrungen verdichten sich nun in seinem aktuellen Projekt Dark Rooms. Gemeinsam mit seinen drei Mitstreitern Casey Trela, Bobak Lotfipour und Rachel Ballard entwirft Daniel Hart mit Dark Rooms – wie der Name der Formation schon verrät – dunkle Räume voller mystischer Schönheit, gepaart mit griffigen Gesangsmelodien und vorsichtig eingebundenen elektronischen Momenten. Die Musik von Dark Rooms sei zu verstehen, so beschreibt es die Formation selber, als „Ton gewordene Schnappschüsse von obskuren und zugleich wild lebendigen Lebensmomenten, alles verhangen unter einem filmischen Schleier der Uneindeutigkeit.“ So viel ist jedenfalls sicher: Ein Konzert wie jenes von Dark Rooms sucht seinesgleichen – und dient als eine höchst einnehmende Grenzerfahrung zwischen Klassik, Pop und Postmoderne.