DURAND JONES & THE INDICATIONS

DURAND JONES & THE INDICATIONS

Datum: Montag, 28. Januar 2019
Ort: Lido, Berlin ( Cuvrystraße 7 · 10997 Berlin)
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

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„The Real Soul Deal“ mit Durand Jones & The IndicationsHochauthentisches Soul-Feeling der 60er-Jahre Im Januar 2019 zwei Shows in Köln & Berlin

Die US-amerikanische Musikpresse ist sich einig: Trotz des seit einigen Jahren anhaltenden Retro-Soul-Booms habe es bislang noch keine Platte gegeben, die die wahren Werte und Qualitäten des Sixties-Soul derart authentisch in die Moderne überführt wie das selbstbetitelte Debütwerk von Durand Jones & The Indications. „Zweifellos das tiefgründigste Soulalbum, das wir in den letzten Jahren gehört haben“, „Soul Music, die so sehr oldschool ist, dass sie glatt ein Auto mit Finnen am Heck fahren könnte“ oder „Jones dominiert mit seiner Stimme den Soul nach Belieben“ – das sind nur einige Zitate aus US-Medien, die die Begeisterung um den eigentlichen Saxofonisten Durand Jones und seiner vierköpfigen Begleitband beschreiben. Und tatsächlich entführt die Platte von Durand Jones & The Indications, die komplett live eingespielt und kaum nachbearbeitet wurde, in die besten Momente zwischen Sam Cooke, Marvin Gaye und Curtis Mayfield. Am 27. und 28. Januar 2019 kann sich der deutsche Soul-Fan einen Eindruck von dieser herausragenden Band und ihren Live-Qualitäten machen, im Rahmen zweier Shows in Köln und Berlin.

„Schon meine Großmutter hörte mich als Kind immer singen – und so steckte sie mich in den Kirchenchor. Eigentlich hatte ich am Singen gar kein Interesse, doch dann hörte der Kirchenorganist eines Tages meine Stimme aus dem Chor heraus und meinte: ‚Ich gebe dir einen Solosong.‘ Auch das wollte ich überhaupt nicht, doch dann sang ich ihn. Und die Leute flippten förmlich aus, sie tanzten und sprangen herum und überhäuften mich nach der Messe mit Geld sowie anderen Geschenken. Das war der Moment, wo ich dachte: Okay, vielleicht kann ich ja doch etwas daraus machen.“

So erinnert sich Durand Jones aus dem beschaulichen Dörfchen Hillaryville in Louisiana an seine ersten Erfahrungen als Sänger. Doch trotz dieser Eindrücklichkeit seines ersten Gesangsvortrags blieb der hochbegabte Musiker zunächst seinem Lieblingsinstrument, dem Saxofon, treu – und erlangte einen Abschluss in diesem Instrument an der Jacobs School of Music, einer Tochter-Hochschule der University of Indiana. Obendrein erhielt er als Solist auf dem Saxofon den renommierten Louis Armstrong Award. Auf der Hochschule lernte er während seines Studiums die vierköpfige Blues- und Soul-Band Charlie Patton’s War kennen, die nun unter dem Namen The Indications auch als Durands Begleitband agiert.

Gemeinsam fanden sie obskure alte Singles von heute längst vergessenen Bands wie The Ethics, The Brothers of Soul oder The Icemen, die ihnen als Blaupause für den eigenen Sound dienten. Darauf verschmelzen Sixties-Soul, Swing-artiges Crooning Marke The Rat Pack und Delta-Blues zu einem zeitlosen Amalgam, das eine besondere Qualität in den Mittelpunkt rückt: das Live-Spielen und Live-Klingen. What you hear is what you get in bester Stax- und Motown-Manier.

 Seitdem Ende 2016 das herausragende selbstbetitelte Debütalbum von Durand Jones & The Indications erschienen ist – die neben Durand aus Aaron Frazer (Schlagzeug, Gesang), Blake Rhein (Gitarren), Kyle Houpt (Bass) und Justin Hubler (Hammondorgel) bestehen – spricht sich die Kunde dieser überwältigend intensiven Band immer mehr herum. Umso schöner, dass die Wiederveröffentlichung ihres Debütalbums, die im vergangenen März erfolgte, nun eine zweite CD mit einem kompletten Livekonzert bereit hält. Nun macht sich das Quintett daran, auch Europa im Sturm zu nehmen – dem Sturm eines hitzigen Retro-Souls, wie man ihn seit den 60s nicht mehr gehört hat. Das Saxofon kommt indes ebenfalls nicht zu kurz: Durand Jones spielt sein Lieblingsinstrument in gleich drei weiteren Bands, von denen wir in Zukunft sicher auch noch hören werden.