MCC [MAGNA CARTA CARTEL]

MCC [MAGNA CARTA CARTEL]

Datum: Mittwoch, 03. Oktober 2018
Ort: Bi Nuu, Berlin ( Im Schlesischen Tor · 10997 Berlin)
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

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präsentiert von:

Magna Carta Cartel: Musik für dämonische Filme
Schwedisches Trio auferstanden aus der Asche von Ghost
Aktuelle EP „The Demon King“ Ende 2017 erschienen 
Im Oktober live in Hamburg, Berlin & Köln 

Das schwedische Alternative-Rock-Trio Magna Carta Cartel – unter Fans auch als MCC bekannt – verfügt bereits über eine mehr als zehnjährige Geschichte; einen ersten offiziellen Release sah die Band aber erst im vergangenen Jahr. Der Grund für diese jahrelange Verzögerung findet sich in der mittlerweile weltweit höchst erfolgreichen Band Ghost: Als drei der fünf Original-Mitglieder von Magna Carta Cartel im Jahr 2010 in diese einzigartige Metal-Band einstiegen, deren Mitglieder ausschließlich als „Nameless Ghouls“ bekannt sind, wurde Magna Carta Cartel trotz eines bereits fertig produzierten Albums auf Eis gelegt. Erst jetzt, nach dem Ausstieg des Gitarristen und MCC-Hauptsongwriters Martin Persner bei Ghost, reaktivierte er seine alte Band, die nun als Trio fungiert und Ende 2017 mit der neuen EP „The Demon King“ die erste physische Veröffentlichung feierte. Nun kommen Magna Carta Cartel auch erstmals auf Tournee nach Deutschland; zwischen dem 2. und 4. Oktober gastiert die Band, die live von zwei zusätzlichen Musikern unterstützt wird, in Hamburg, Berlin und Köln.

Die Historie von Magna Carta Cartel ist eine komplizierte und zugleich sehr spannende. Im Jahr 2006 trafen sich fünf Musiker, mit dem Ziel eine neuartige Form von Rockmusik zu erdenken. Grundansatz sei gewesen, so hieß es damals, raumgreifende Rockmusik zu düsteren Filmen über Dämonen zu schreiben, die erst noch gedreht werden müssen. Ihre Einflüsse hierbei waren so reichhaltig wie divers, wie sie selber beschrieben: „Unsere Musik erinnert an Vangelis, der Tom Petty trifft, in dem Versuch, an U2 heran zu kommen, mit dem Wunsch, auch Joy Division zu sein, in dem Gefühl von ABBA, mit der Sehnsucht, so gut wie Brian Eno zu werden, sich dabei an Jean-Michel Jarre erinnernd und zu Metallica aufschauend, dabei im Bett mit Mike Oldfield zu sein, auf der Jagd nach den Beatles, auf welcher wir in einem Duell Ennio Morricone erschießen.“

Nun, das klingt ganz schön wild, und entsprechend klang auch das erst 2009 fertig gestellte MCC-Album „Goodmorning Restrained“, an dem die Band über drei Jahre fieberhaft gearbeitet hatte. Die Platte geriet tatsächlich zu einem Stück cineastischer Rockmusik, wie man es so noch nicht gehört hatte. Doch statt sich auf die Suche nach einer Plattenfirma zu begeben, um dieses besondere Werk zu veröffentlichen, wandten sich drei der fünf MCC-Mitglieder der multimedial atemberaubend konzipierten Metal-Band Ghost zu. Dies alles wurde indes nicht offiziell verkündet, da die Ghost-Mitglieder allesamt namenlos sind und nur mit Masken öffentlich in Erscheinung treten. Von daher wusste die Öffentlichkeit nichts von dieser Transformation – es schien, als seien MCC schlicht sang- und klanglos wieder von der Bildfläche verschwunden. Immerhin online konnte man sich ihr sagenhaftes Album anhören.

Erst im vergangenen Jahr, als der Ghost-Frontmann Tobias Forge aka Papa Emeritus, dereinst ebenfalls ein MCC-Mitglied, die gesamte Besetzung von Ghost austauschte, wurde deutlich, wer hinter einigen dieser „Nameless Ghouls“ gesteckt hatte. Der nun wieder freie Gitarrist Martin Persner reaktivierte zusammen mit seinem Bruder Arvid (Gitarre, Schlagzeug) und Pär Glendor (Keyboards, Gitarre) Magna Carta Cartel, gemeinsam gingen die drei ins Studio. Ende 2017 erfolgte die große Veröffentlichungs-Offensive: Denn neben der neuen EP „The Demon King“ erschien nun auch erstmals offiziell – und damit neun Jahre nach seiner Fertigstellung – ihr außergewöhnliches Debüt-Album „Goodmorning Restrained“. Nun scheint die Zeit endlich reif zu sein für diese Band zwischen Alternative-Rock und Space-Ausflügen, zwischen druckvollen Peitschen und horizontweiten Arrangements. Einen längeren Vorlauf bis hin zu einem für alle erlebbaren Rock-Ereignis dürfte wohl kaum je eine Band gehabt haben. Umso neugieriger darf man auf die anstehenden Konzerte sein.