Qluster © Alexander Gehring

Qluster

Datum: Mittwoch, 19. April 2017
Ort: Quasimodo, Berlin ( Kantstraße 12a · 10623 Berlin)
Einlass: 20:00
Beginn: 22:00

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Die dritte Inkarnation des legendären Krautrock-Projekts Kluster/Cluster erweitert mit ihrer reifen, intelligenten, kontemplativen und zugänglichen Elektronikmusik ihren potenziellen Hörerkreis. Hans-Joachim Roedelius, Onnen Bock und Armin Metz sind Qluster, die inzwischen dritte Inkarnation eines Musikprojekts, das 1969 von Roedelius, Dieter Moebius und Conrad Schnitzler unter dem Namen Kluster ins Leben gerufen worden war und 1970 zwei Meilensteinsteine elektronischer Musik schuf. Zwei Jahre später verließ Schnitzler Kluster, woraufhin Roedelius und Moebius unter dem Namen Cluster weitermachten.

Nach der Auflösung dieses Duos im Jahr 2010 hielt Roedelius zunächst mit dem Keyboarder und Elektronikmusiker Onnen Bock unter dem Namen Qluster das K/Cluster-Konzept aufrecht. Seit 2013 sind Qluster wieder ein Trio: Mit Armin Metz stieß ein Musiker dazu, der als experimentierfreudiger und virtuoser Bassist bekannt ist, bei Qluster aber vor allem Tasteninstrumente spielt. „ Echtzeit“ ist bereits Qlusters sechstes Album – nach dem reinen Piano-Werk „Tasten“ (2015) widmen sich Qluster auf „Echtzeit“ wieder verstärkt ihrem elektronischen Equipment. Wobei Roedelius’ Lieblingsinstrument, der Flügel, auch zu seinem Recht kommt. Weite Teile des Albums wurden in einer Kirche aufge – nommen. Das Prinzip des Schaffensprozesses war/ist bei Kluster/Cluster/ Qluster seit je dasselbe: Musikalische Strukturen entstehen aus dem Augenblick heraus.

Die Stücke ihrer Alben sind Passagen aus langen Improvisationen , die eine besondere Atmosphäre und stimmige Muster oder Verläufe aufweisen . Das spielerische Ex – perimentieren mit neuen Instrumenten und Effekten oder Klang – einstellungen birgt häufig den kreativen Zündfunken. Trotz der hohen Experimentierfreudigkeit wäre das Wort Experi – mentalmusik hier aber fehl am Platz. Dissonanzen, Geräusche oder Glitch-Sounds fehlen weitgehend. „Echtzeit“ ist durchgängig harmonischer, zugänglicher als die elektronischen Vorgänger- Alben. Bereits ihr 2013er Album „Lauschen“ zeigte die Richtung an, in die Qluster sich bewegten. „Echtzeit“ ist kontemplative, reife, intelligente Elektronikmusik, die den Hörerkreis des Trios deutlich erweitern könnte.