Talos

Talos

+ Christof Van Der Ven

Datum: Mittwoch, 28. November 2018
Ort: Kantine am Berghain, 10243 ( Am Wriezener Bahnhof · 10243 10243)
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

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Live 2018
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Der irische Elektro-Pop-Newcomer gibt sein Live-Debüt in Deutschland
Zwei exklusive Shows im November 2018 in Berlin und Haldern
Debüt-Album „Wild Alee“ ab 15. Juni 2018 im Handel

Im echten Leben Architekt, zaubert Eoin French aus dem irischen Cork unter dem Alias Talos als Musiker virtuosen, atmosphärisch dichten Elektro-Pop voller Schönheit. Im November gibt Talos sein mit Spannung erwartetes Live-Debüt in Deutschland und wird sein gefeiertes Erstlingswerk „Wild Alee“ präsentieren, das am 15. Juni via BMG als Deluxe-Version mit der Bonus-EP „Then There Was War“ veröffentlicht wird. Talos spielt mit Band am 28. November 2018 in der Kantine am Berghain und am 29. November 2018 in der Haldern Pop Bar.

Bei der ursprünglichen Veröffentlichung im April 2017 wurde „Wild Alee“ als „beeindruckend souveränes Debüt“ von der Irish Times gepriesen, während es vom Independent als „atemberaubend“ bezeichnet wurde und The Line of Best Fit schwärmte, dass „die Musik für Gänsehaut sorgt“. Zu den ersten Fans in den USA gehörte das T Magazine der New York Times, das die „gespannte, unheimliche Komplexität“ der Songs rühmte, und The FADER, das von ihrer „wirbelnden“ Eleganz berauscht war. „Wild Alee“, produziert und zusammengestellt von Talos und Ross Dowling – zu dessen Errungenschaften Alben von James Vincent McMorrow und Bell X1 gehören – ist ein intimes, gefühlsgeladenes und ehrgeiziges Elektropopalbum, das sowohl in die Vergangenheit blickt als auch in die Zukunft weist. BBC Radio 1 liebte das Album, es wurde über 16 Millionen Mal auf Spotify gestreamt und landete in der engeren Auswahl für den renommierten RTÉ Choice Music Prize für Irish Album of the Year.

„Ich gründete meine erste Band etwa zum gleichen Zeitpunkt, an dem ich mit meinem Architekturstudium begann“, sagte Eoin French. „Die beiden speisten und beeinflussten sich auf natürliche Art gegenseitig und sind daher in meinem Leben schon immer eng miteinander verwoben.“

Wenn man sich „Wild Alee“ anhört, wird der Hintergrund von French perfekt nachvollziehbar. Die Musik ist erhaben und mitreißend, immer weiter in die Höhe reichend und dennoch fest fundiert und tief im Boden verankert. Einige Songs sind hell und luftig, von natürlichem Licht durchflutet, während andere eine unheimliche und Achtung gebietende Atmosphäre schaffen, voller schattiger Ecken und verspiegelter Korridore. Durch die Verschmelzung von Elementen aus Elektropop und gefühlvollem R&B mit hypnotisierenden Synthscapes und eindringlichem Gesang schafft jeder Titel ein eigenes ausdrucksstarkes Raumgefühl, und führt dabei den Zuhörer auf eine immersive Reise, bei der die Grenzen zwischen Traum und Wachsein verschwimmen, zwischen Realität und Fantasie, zwischen dem Gewöhnlichen und dem Außergewöhnlichen.

„Ich stelle mir die Musik gerne als Transportmittel vor“, sinniert French. „Obwohl die Songs einem schmerzerfüllten Ort entstammen, werden sie von einem optimistischen Faden durchzogen, da ich etwas Aufbauendes schaffen wollte. Ich schrieb diese Songs als Versprechen einer besseren Zukunft.“

Für die Deluxe-Neuauflage des Albums nahm Talos die EP „Then There Was War“ mit vier Titeln auf, die auf gewisse Art eine Antithese zum Album darstellt. Während „Wild Alee“ auf einer Unterströmung aus Optimismus und Glauben an eine bessere Zukunft durch die Dunkelheit zieht, untersucht die EP eine bitterere Realität, bei der die Dunkelheit anhält. Die Hauptsingle geht von eindringlich zu explosiv über, während sie unseren Hang zur Selbstzerstörung untersucht, und „Odyssey Part II“ führt die hoffnungsvolle Suche der LP an einen viel finstereren Ort, durch die Vorstellung, dass nur Leere und Einsamkeit am Ende der Reise warten. Trotz der scheinbar nihilistischen Aussicht der EP erscheint bei „D.O.A.M.“ ein Silberstreifen am Horizont. Obwohl sich der Abschied von einer Muse schwierig gestaltet, verschafft er French die Erkenntnis, dass diese Kunst schon die ganze Zeit über in seinem Inneren wohnte.

„Die Musik ist eine ehrliche Reflektion meiner Person“, schlussfolgert French. „Ich verstecke hier nichts. Egal, ob die Leute es mir glauben oder nicht, diese Songs nehmen mich genau unter die Lupe, mit allen Makeln und Fehlern.“

In dieser Hinsicht ist French immer noch so etwas wie ein Architekt und „Wild Alee“ ist einer seiner Lieblingsentwürfe: eine großartige musikalische Schöpfung, die gleichzeitig zerbrechlich und stark, transparent und reflektiv, enthüllend und schützend, ein Haus aus Glas und Stahl ist. Diese Songs, die robust genug sind, um selbst den turbulentesten Stürmen zu trotzen, stammen von einem Meister, der sie gewissenhaft mit Herz zusammengestellt hat, damit sie ein Leben lang halten. Einen schönen Einblick in die atemberaubenden Qualitäten des jungen Musikers gibt das Live-Video zum Song „Runaway“ im Rahmen der Mahogany Sessions, das man sich hier anschauen kann.