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Als Gitarrist und „Geheimwaffe“ (wie Pitchfork ihn einst beschrieb) der englischen Rockband Radiohead ist Ed O’Brien seit Mitte der 1980er-Jahre zu einem Weltstar geworden und hat den Sound des Alternative-Rocks mit seinen atmosphärischen Gitarrenklängen maßgeblich geprägt. Die Karriere der Band wurde mit sechs Grammy Awards, vier Ivor Novello Awards, diversen weiteren Nominierungen sowie der Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame längst vergoldet und lässt ihren musikalischen Fingerprint kaum in Worte fassen. Seit 2019 widmet sich Ed O’Brien auch eigener Musik und veröffentlichte zunächst unter seinem Pseudonym EOB erste Singles sowie ein Soloalbum. Am 22. Mai 2026 wird Ed O’Briens langersehntes zweites Soloalbum „Blue Morpho“ über Transgressive Records erscheinen und die Solokarriere des Gitarristen weiter schreiben. Im Oktober präsentiert er jenes Album dann live auf Tour. Die An Evening With… Blue Morpho Tour führt ihn hierzulande in den Berliner Admiralspalast sowie in die Hamburger Laeiszhalle.
Ed O’Brien wuchs als Kind einer irischen Familie im englischen Oxford auf und fand in im Alter von zehn Jahren Zuflucht in der Musik, als seine Eltern sich trennten. Beeinflusst vom Post-Punk der 70er- und 80er-Jahre lernte er als Teenager Gitarre zu spielen und jamte mit seinem damaligen Mitschüler Thom Yorke, was einen Wendepunkt für ihn markierte. Gemeinsam mit Yorke, Philip Selway sowie den Brüdern Colin und Jonny Greenwood gründete er 1985 die Band On A Friday, die 1991 nach einem Signing bei EMI unter dem Namen Radiohead ihre Debütsingle „Creep“ veröffentlichte und seitdem zu einer der erfolgreichsten Alternative-Rockbands der Welt avancierte. Alben wie „Pablo Honey“ (1993), „The Bends“ (1995), das legendäre Durchbruchsalbum „OK Computer“ (1997), „Kid A“ (2000), „Amnesiac“ (2001), „Hail to the Thief“ (2003), „In Rainbows“ (2007), „The King of Limbs” (2011) und “A Moon Shaped Pool” (2016) machten Radiohead weltbekannt und ließen sie sechsmal die Spitze der britischen Charts sowie zweimal die Spitze der Billboard 200 anführen. Der Rest ist Geschichte und ebnete für Ed O’Brien den Weg zu einer ebenfalls erfolgreichen Solokarriere, der er sich nach ersten Demos im Jahr 2014 ab 2017 intensiver widmete und begann Songs für sein Solodebüt zu schreiben.
Nach seiner Debütsingle „Santa Teresa“ im Jahr 2019 veröffentlichte Ed O‘Brien den Song „Brasil“ als Leadsingle seines Debütalbums „Earth“. „Earth“ erschien 2020 nach weiteren Singles wie „Sangri-La“, „Olympik“ und „Cloak of the Night“ über Capitol Records und konnte international in die Charts einziehen. Den größten Erfolg feierte das Debüt in Schottland, wo es auf Platz 3 der Charts einstieg. Mit Musikern wie Colin Greenwood, Omar Hakim, Laura Marling und Adrian Utley (Portishead) lieferte das Album einen Sound zwischen Alternative Rock, Britpop sowie Dancerock und wurde von der Presse überwiegend positiv besprochen. „Blue Morpho“ führt Ed O’Briens Geschichte mit sieben neuen Songs fort, die zwischen 2020 und 2025 entstanden sind.