FAT WHITE FAMILY Photocredit: Ben Graville

FAT WHITE FAMILY

+ Swutscher

Datum: Montag, 03. Juni 2019
Ort: Bi Nuu · Berlin ( Im Schlesischen Tor · 10997 Berlin)
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

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Intensive Grenzgänge: Fat White Family
Britische Rockmusik jenseits aller Kategorien
Drittes Album „Serfs Up!“ erschient am 19. April
Zwei Deutschland-Shows Anfang Juni in Hamburg & Berlin


Musiker mit Kante, Eigensinn und Unangepasstheit haben in England eine lange Tradition, und das Sextett Fat White Family aus den Londoner Arbeiter-Stadtteilen Peckham und Brixton schlägt punktgenau in diese Kerbe. In ihren Texten und Videos konfrontieren sie ihre Hörer mit unbequemen Wahrheiten über die postmoderne Gesellschaft. Ihr Sound kennt keine Beschränkungen und zitiert fröhlich und unverblümt aus fünf Jahrzehnten Musikhistorie, während ihre Konzerte nicht selten im spontan inszenierten Chaos enden. Ein englisches Magazin bezeichnete die Fat White Family als „krank, nicht im Sinne von schräg oder überdreht, sondern im echten Wortsinne – dabei aber gleichzeitig brillant“. Ähnliche Äußerungen vernahm man auch rund um die Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Songs For Our Mothers“, einer mutigen, kontroversen Sammlung aus Stilzitaten, kompositorischer Frechheit und scharfzüngigen Texten. Nun kündigt die Fat White Family für den 19. April den dritten Longplayer „Serfs Up!“ an, der laut der Band in Sachen Genre-Mixing noch weiter gehen soll als alles Bisherige. Am 2. und 3. Juni kann man sich auch live ein Bild davon machen, wenn die Fat White Family für zwei Konzerte in Hamburg und Berlin nach Deutschland kommt, um die Songs ihres neuen Albums erstmals vorzustellen.

Bereits ihr Name verweist auf gleich mehrere Ungehörigkeiten, die man so sonst in der aktuellen Musikbranche nicht findet: Das „Fat“ stehe sinnbildlich für die Sattheit des modernen Menschen und seine Unfähigkeit, gegen Missstände aufzubegehren. Die Nennung einer Rassenzugehörigkeit im Bandnamen gilt ganz generell als bewusste Provokation. Und das „Family“ erinnert nicht nur zufällig an die einstmals prominente Gruppe von Serienmördern rund um Charles Manson. Auch im Titel ihres ersten, 2013 erschienenen Albums „Champagne Holocaust“ drückten sich zwei signifikante Pole der postmodernen Gesellschaft aus – und es beschrieb gleichzeitig in schwarzer Satire, wie die Fat White Family den allgemeingültigen Konsumterror empfindet.

Man wolle aufrütteln, anregen und Fans zu achtsameren Menschen erziehen, sagt das Sextett, das sich seinen eigenen Antrieb aus jahrelangen, verbissen geführten Arbeiter- und Klassenkämpfen zieht. Seit sie nun gemeinsam Musik machen, nutzen sie ihre Kunst als weiteres kreatives Vehikel für ihre Agitationen. Davon berichtet auch jeder einzelne Song ihres 2016 veröffentlichten, zweiten Albums „Songs For Our Mothers“: Es gibt Stücke, die über den grassierenden Heroin-Missbrauch in der britischen Mittelschicht erzählen, und andere, die die letzten Tage von Adolf Hitler im Führerbunker thematisieren – letztlich als symbolhaftes Bild für ihren eigenen Kampf um ein hervorragendes zweites Album. Welches, neben den bereits bekannten Zutaten, aus psychotischem Rock, dunklem Blues, treibendem Rock’n’Roll, knarzendem LoFi und brodelndem Glam-Funk nun auch überraschende Zitate der Disco-Musik aus der Giorgio Moroder-Ära enthält. Für das kommende, dritte Werk seien nun noch Gregorianische Gesänge, großes Streicher-Arrangements, Electro-Funk, der Tropicalia-Sound der 60er-Jahre sowie 80er-Dancehall hinzugekommen, verriet die Band in einem Posting.

Musiker mit Kante, Eigensinn und Unangepasstheit haben in England eine lange Tradition, und das Sextett Fat White Family aus den Londoner Arbeiter-Stadtteilen Peckham und Brixton schlägt punktgenau in diese Kerbe. In ihren Texten und Videos konfrontieren sie ihre Hörer mit unbequemen Wahrheiten über die postmoderne Gesellschaft. Ihr Sound kennt keine Beschränkungen und zitiert fröhlich und unverblümt aus fünf Jahrzehnten Musikhistorie, während ihre Konzerte nicht selten im spontan inszenierten Chaos enden. Ein englisches Magazin bezeichnete die Fat White Family als „krank, nicht im Sinne von schräg oder überdreht, sondern im echten Wortsinne – dabei aber gleichzeitig brillant“. Ähnliche Äußerungen vernahm man auch rund um die Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Songs For Our Mothers“, einer mutigen, kontroversen Sammlung aus Stilzitaten, kompositorischer Frechheit und scharfzüngigen Texten. Nun kündigt die Fat White Family für den 19. April den dritten Longplayer „Serfs Up!“ an, der laut der Band in Sachen Genre-Mixing noch weiter gehen soll als alles Bisherige. Am 2. und 3. Juni kann man sich auch live ein Bild davon machen, wenn die Fat White Family für zwei Konzerte in Hamburg und Berlin nach Deutschland kommt, um die Songs ihres neuen Albums erstmals vorzustellen.

Bereits ihr Name verweist auf gleich mehrere Ungehörigkeiten, die man so sonst in der aktuellen Musikbranche nicht findet: Das „Fat“ stehe sinnbildlich für die Sattheit des modernen Menschen und seine Unfähigkeit, gegen Missstände aufzubegehren. Die Nennung einer Rassenzugehörigkeit im Bandnamen gilt ganz generell als bewusste Provokation. Und das „Family“ erinnert nicht nur zufällig an die einstmals prominente Gruppe von Serienmördern rund um Charles Manson. Auch im Titel ihres ersten, 2013 erschienenen Albums „Champagne Holocaust“ drückten sich zwei signifikante Pole der postmodernen Gesellschaft aus – und es beschrieb gleichzeitig in schwarzer Satire, wie die Fat White Family den allgemeingültigen Konsumterror empfindet.

Man wolle aufrütteln, anregen und Fans zu achtsameren Menschen erziehen, sagt das Sextett, das sich seinen eigenen Antrieb aus jahrelangen, verbissen geführten Arbeiter- und Klassenkämpfen zieht. Seit sie nun gemeinsam Musik machen, nutzen sie ihre Kunst als weiteres kreatives Vehikel für ihre Agitationen. Davon berichtet auch jeder einzelne Song ihres 2016 veröffentlichten, zweiten Albums „Songs For Our Mothers“: Es gibt Stücke, die über den grassierenden Heroin-Missbrauch in der britischen Mittelschicht erzählen, und andere, die die letzten Tage von Adolf Hitler im Führerbunker thematisieren – letztlich als symbolhaftes Bild für ihren eigenen Kampf um ein hervorragendes zweites Album. Welches, neben den bereits bekannten Zutaten, aus psychotischem Rock, dunklem Blues, treibendem Rock’n’Roll, knarzendem LoFi und brodelndem Glam-Funk nun auch überraschende Zitate der Disco-Musik aus der Giorgio Moroder-Ära enthält. Für das kommende, dritte Werk seien nun noch Gregorianische Gesänge, großes Streicher-Arrangements, Electro-Funk, der Tropicalia-Sound der 60er-Jahre sowie 80er-Dancehall hinzugekommen, verriet die Band in einem Posting.