INGRID ANDRESS Photo: Hannah Burton

INGRID ANDRESS

+ MADSIUS OVANDA

Datum: Dienstag, 17. September 2019
Ort: Frannz · Berlin ( Schönhauser Allee 36 · 10435 Berlin)
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

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The Lady Like Tour 2019
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Nach ihrer erfolgreichen Teilnahme am ‚Country To Country‘-Festival in Großbritannien & Berlin im März diesen Jahres kündigt Ingrid Andress ihre erste Headline-Tour in Deutschland an. Die Country-Pop-Musikerin aus Nashville wird auf drei Clubshows hierzulande ihr im April erschienenes Debüt „More Hearts Than Mine“ (Warner Music) live vorstellen. Die in Colorado geborene 27-Jährige ist zu sehen in Köln am 16. September 2019 im MTC, in Berlin am 17. September 2019 im Frannz Club und in München am 19. September 2019 im folks! club.

Die heute in Nashville lebende Ingrid Andress kommt gebürtig aus Denver/Colorado und unterläuft seit jungen Kindertagen ihre Erwartungen an sich selbst und ihren Sound. Sportlich ebenso begabt wie musikalisch, wurde sie in eine große Familie hineingeboren und erhielt in ihrer Jugend Hausunterricht. Auch ansonsten wuchs sie jenseits der gängigen Definitionen dessen auf, was für die meisten Kinder gilt – was junge Mädchen zu tun oder nicht zu tun haben beispielsweise oder wie sie der Welt gegenübertreten, die sie umgibt. Während sie auf dem Sportplatz Höchstleistungen erbrachte, legte sie zugleich all ihr Herzblut in eine Musik, deren emotionale Tiefe ihren Lebensjahren weit voraus war. All dies legte den Grundstein für eine Künstlerin, die in späteren Jahren nicht nur Erwartungen unterlaufen und Genremauern einreißen sollte, sondern diese auch überschreiten konnte.

Bevor sie 2019 selbst ins Scheinwerferlicht trat, schrieb Andress als Songwriterin an Hits wie „Steady 1234“ von Vice und Charli XCX’ „Boys“ mit, sie arbeitete mit Größen wie Sam Hunt und Alicia Keys zusammen und wurde vom einflussreichen Country-Sender CMT als eine der „Next Women of Country for 2018“ gekürt.

2019 kommt all dies in einer Musik zusammen, die sie als eine der einzigartigsten und bewegendsten Stimmen in der Country-Welt und darüber hinaus positionieren wird; eine Stimme, die so packend ehrlich, rau und erfrischend ist, wie man es aus der „Music City“ Nashville selten erlebte; die in einem Moment wehmütig, dann zärtlich und schließlich wieder groß genug ist, um in Sekunden ein ganzes Stadion auszufüllen.

Ich habe schon immer mit den äußeren Erwartungen der Leute gekämpft, weil ich eine blondhaarige, blauäugige Frau bin, die für sich selbst sorgt“, sagt die Musikerin dazu. „Wenn die Leute mich sehen, nehmen sie automatisch an, dass ich so und so bin. Ich komme jedoch aus einem sehr ehrlichen Hintergrund. Ich mag es normalerweise nicht, Kleider zu tragen, weil ich dann das Gefühl habe, nicht darin rennen zu können. Das heißt aber nicht, dass ich keine Frau oder eine Lady bin. Es gibt viele Stigmata, die ich nicht mag und die mir manchmal das Gefühl geben, als gehörte ich nirgends richtig dazu.“

Als Andress ihre erste Single „Lady Like“ im November 2018 auf der Bühne des „Next Women of Country“-Events in den USA enthüllte, riss sie das Publikum zu Begeisterungsstürmen sowie hier und da einem Lacher hin. Andress hat nicht die geringste Furcht, zutiefst persönliche und ehrliche Texte zu schreiben, mit einem genauen Blick, der nur möglich ist, wenn man in die wahrhaftigsten Winkel seiner eigenen Persönlichkeit vordringt. Und die Lacher? Kamen von Menschen, die sich in ihrem Song wiedererkannten und unglaubliche Erleichterung darüber verspürten, dass niemand von uns wirklich allein ist; dass wir alle schon einmal missverstanden wurden. Nach „Lady Like“ und „More Hearts Than Mine“ legt sie jetzt bereits die dritte starke Single „Both“ aus ihrem Debütalbum „More Hearts Than Mine“ vor: In der Liebe ist es wie im echten Leben: irgendwann muss man Entscheidungen treffen. „You can tell me to stay, you can push me away / Have space or get close, but you can’t do both”, singt Ingrid Andress in „Both” an die Adresse ihres Gegenübers. „Baby, love me or don’t / But you can’t do, you can’t do both“. Die mittlerweile in Nashville beheimatete Musikerin, die „pushing the bounds of what country music can achieve“, wie PAPER anerkennend feststellt, wird gar in eine Reihe mit Kacey Musgraves gestellt die in diesem Jahr bekanntlich den Grammy in der Kategorie „Bestes Album“ gewann.