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Son Little © Live Nation

Son Little

+ The Roscoe

Datum: Freitag, 08. Dezember 2017
Ort: Bi Nuu, Berlin ( Im Schlesischen Tor · 10997 Berlin)
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

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präsentiert von:

Son Little: Frisches Blut für alte Seelen!
Begnadeter Songwriter zwischen Blues und Soul
Zweites Album „New Magic“ erscheint Mitte September
Im Dezember Konzerte in Köln, Berlin und Hamburg

Über manche Menschen sagt man, sie hätten eine „alte Seele“. Gemeint ist, dass diese Person seinen Lebensstil, das eigene Wertesystem, aber etwa auch den Blick auf Kunst und Kultur auf der Basis alter und bewährter Traditionen gründet und dabei doch ganz in der Moderne ist. Befeuert wird diese Weltsicht durch den Glauben an Magie und ein ausgeprägtes Gefühl für zeitlose Schönheit. All diese Merkmale verdichten sich auch in dem jungen Sänger und Songwriter Son Little, geboren als Aaron Livingston in Philadelphia. Mit bislang einer EP und einem Album hat sich der Sohn eines Priesters in ganz Nordamerika und darüber hinaus einen Namen gemacht als ein würdiger neuer Fackelträger für die traditionsreichen Genres zwischen Blues, Soul und Rhythm’n’Blues. Mit seinem Mitte September erscheinenden zweiten Album „New Magic“ schickt er sich nun an, auch Europa im Sturm zu erobern mit brillanten Songs, die ebenso zeitlos wie postmodern sind. Zwischen dem 7. und 9. Dezember kommt Son Little für drei Konzerte in Köln, Berlin und Hamburg nach Deutschland.

Es sei aus Aaron Livingstons Sicht falsch, den Versuch zu unternehmen, traditionsreiche Stile wie Blues, Soul oder Gospel stets modernisieren und dem Zeitgeist anpassen zu wollen – so etwas korrumpiere letztlich nur die Wahrhaftigkeit des eigentlichen Songwritings, da es sich dabei um ästhetische Äußerlichkeiten handelt, anstatt sich auf die wahre Essenz eines perfekt komponierten Songs zu konzentrieren. Und daher ist es auch kaum verwunderlich, dass man beim Hören von Son Littles Musik immer wieder an seine drei großen Vorbilder Paul McCartney, Stevie Wonder und Jimi Hendrix erinnert wird. So gegensätzlich diese drei Legenden auch sind, in Son Littles Musik vereinen sie sich auf die natürlichste Weise: In seinen Songs findet sich das große Pop-Gen des Ex-Beatles ebenso wie die gelassene Soulfulness Wonders oder dieses Quäntchen Verrücktheit, das Hendrix zu einem solchen Ausnahmemusiker machte. Dass Son Little obendrein mit Rap sozialisiert wurde und auch seine ersten eigenen Gehversuche in der Profimusik im HipHop-Umfeld Philadelphias an der Seite des Abstract-HipHop-Genies RJD2 und der HipHop-Band The Roots unternahm, kommt seinen heutigen Songs zugute: Sie sind ähnlich pointiert und wissen um die Funktion eines guten Beats.

All diese Merkmale brachte Son Little erstmals 2015 mit seinem selbstbetitelten Debütalbum auf den Punkt, das zunächst zu einem Kritikerliebling avancierte und von dort seinen Weg in den Plattenschrank vieler Musikfans fand. Die ausgekoppelte Single „Lay Down“ brachte es innerhalb kürzester Zeit auf mehr als sieben Millionen Spotify-Plays, viele prominente Kollegen offenbarten zudem ihre große Begeisterung für diesen aufregenden Newcomer. Einige davon nahmen Son Little in der Folge gleich mit auf Tournee, darunter Mumford & Sons, Kelis und Leon Bridges. Und auch die Grande Dame des klassischen US-Soul, Mavis Staples, outete sich als Son Little-Fan und offerierte ihm die Möglichkeit, ihr nächstes Album zu produzieren – obwohl er etwas Vergleichbares noch nie gemacht hatte. Doch auch hier bewies er sein naturgegebenes Talent, Musik aus einem traditionsreichen und zugleich frischen Blick zu betrachten, was auch das Fachpublikum dermaßen beeindruckte, dass er für seine Produktion des Mavis Staples-Albums im vergangenen Jahr einen Grammy verliehen bekam.

Zwischen all diesen auch für ihn überraschenden Aktivitäten und Angeboten kam eines jedoch zu kurz: Die Zeit und das Umfeld für das Schreiben neuer Songs. Denn auch hier ist Son Little getrieben von einem fast schon transzendentalen Glauben an die Magie eines guten Songs, die nichts mit dem Handwerk der Komposition oder der tatsächlichen Melodie zu tun hat, sondern quasi aus dem Nichts entsteht, wenn man mit den höheren Mächten der Kunst und seiner Muse in Verbindung tritt. Für einen solchen Kontakt braucht es aber Zeit und mehrere Tage ohne Termine, und jene fand Son Little erst wieder im vergangenen Jahr am Ende einer Australien-Tournee. Nach dem letzten Konzert wachte er am nächsten Morgen auf, spürte den Kontakt, lieh sich eine Gitarre – und schrieb innerhalb weniger Stunden gleich fünf neue Songs, die nun auch die Basis seines zweiten Albums „New Magic“ bilden. Der Titel dieser Platte ist also im besten Sinne Programm: Wenn Son Little spielt, entsteht tatsächlich eine „neue Magie“, der man sich nur schwerlich entziehen kann.